Wenn alle an einem Strang ziehen, können wir in der Stadt Melle ein Projekt realisieren, das unseren Lebensraum im Grönegau wertvoller und zukunftsfähiger macht: Eine zusätzliche Sucht- und Gewaltprävention an den Meller Schulen könnte unsere Kinder fit für eine friedliche Zukunft machen und sie noch besser auf die Anforderungen ihres Lebens vorbereiten...

Am Anfang stand eine kleine Idee.
Als Elternvertreterin an der Wallgartenschule in Melle war ich Ende 2006 an einer Elterninitiative beteiligt, die eine Gewaltpräventionsmaßnahme an unserer Schule finanzieren sollte. Wir schrieben viele Firmen im Großraum Melle sowie Stiftungen an. Es gab durchweg positive Resonanz von den Stiftungen. Einige riefen sogar persönlich an, um uns Mut zum Weitermachen für diese wichtige Sache zuzusprechen.
Unser Anliegen passte jedoch nicht in die Programme dieser Stiftungen, weil es nur diese eine Schule betraf. Auch viele Meller Firmen waren grundsätzlich spendenbereit, aber nur für den Ortsteil, in dem sie ansässig sind. Nichtsdestotrotz bekamen wir so viele Spenden zusammen, dass es reichte, den dritten und vierten Klassen an unserer Schule ein Deeskalationstraining zu ermöglichen. Es entwickelte sich eine nächste Idee: Ein Social-Sponsoring-Etat, der unseren Schülern eine jährlich wiederkehrende Gewaltpräventionsmaßnahme ermöglichen sollte.
Die Idee entwickelte sich und wuchs und wuchs. Doch warum sollten wir uns so viel Arbeit machen – nur für eine Schule? Ein großes Projekt für die ganze Stadt Melle wäre doch ein erstrebenswerteres Ziel. Wir haben viel recherchiert und viele Fachmeinungen gelesen und eingeholt. Wieder gab es positive Resonanzen, zum Beispiel von dem Deutschen Forum für Kriminalprävention (www.kriminalpraevention.de).

Dessen Vorsitzender, Norbert Seitz, fand die Idee ganz spannend und kurz darauf meldete sich von dort Herr Wolfgang Kahl, der mir bei Fragen seine Hilfe zusagte. Er wollte – was die Umsetzung der Idee betraf – auf dem Laufenden gehalten werden. Durch den Zuspruch gestärkt wendete ich mich mit meinem angelesenen Wissen und der Idee vertrauensvoll an die Stadt Melle. Dort stieß ich auf offene Ohren.
Kurz darauf bekam ich eine Einladung zum „Runden Tisch für Kriminalprävention". Ich nutzte diese tolle Gelegenheit, unsere Idee vorzustellen. Erster Stadtrat Stefan Junkermann lud mich am Ende der Veranstaltung zu einem baldigen Gespräch in kleiner Runde ein, um zu schauen, inwiefern diese Idee umsetzbar sei. Nach der Sitzung sprach mich außerdem Frau Buderath, Leiterin des Integrativen Beratungszentrums der Diakonie in Melle, an. Sie hatte unter anderem ein tolles Konzept zur Sucht- und Gewaltprävention für Grundschulen im Gepäck: Die Klasse2000 (www.klasse2000.de).
In der folgenden Zeit gab es Gespräche mit Herrn Junkermann und Herrn Möller von der Stadt Melle sowie mit Frau Buderath von der Diakonie. Unsere Idee ist dabei gediehen, und Herr Junkermann sagte uns 1 000 Euro von der Stadt zu, um das Projekt damit anzustoßen. Auch gab er uns die Gelegenheit unsere Idee den Grundschulleitern der Stadt Melle vorzustellen. Unser Ziel ist es, allen Grundschulen in Melle kostenlos die Klasse2000 anbieten zu können. Wir möchten das über ein Social Sponsoring realisieren.

Da die Sucht- und Gewaltprävention für die junge Generation uns alle angeht, wollen wir hier auch alle Gruppen von der Privatperson über Vereine bis zum Unternehmer ansprechen. Die "ganz große Idee" umfasst schließlich alle Meller Schulen: Wir wünschen uns, dass unser Projekt irgendwann groß genug wird, um auch die weiterführenden Schulen bei ihren Präventionskonzepten finanziell unterstützen zu können. Dann soll unter anderem auch ein Elternkurs „Starke Eltern – starke Kinder" angeboten werden.
Netzwerke zu bilden, ist ein Zukunftskonzept. Das zeigt sich bereits erfolgreich in vielen anderen Bereichen. So ist dieses neue Projekt eine hervorragende Ergänzung, die die Stadt Melle als Lebensraum weiter attraktiv macht. Bereits für ca. 1 Euro pro Schüler und Monat lässt sich diese Idee in die Tat umsetzen, deshalb hoffen wir zuversichtlich auf ein Gelingen durch rege Mithilfe, für unser aller Zukunft – unsere Kinder.
Birute Rosemann
Ein 3-köpfiger Aufsichtsrat bei Melle vernetzt e. V. sorgt für einen verantwortungsvollen Umgang mit den Sponsorenbeiträgen und Spenden. Die Aufsichtsratsmitglieder stammen aus den verschiedensten Bereichen.
Der Aufsichtsrat.